die Kritik

REALSTADT: Wünsche als Wirklichkeit

Der lotto-turm wird in Berlin ausgestellt.

REALSTADT
Wünsche als Wirklichkeit
Kraftwerkmitte, Berlin
2.10. bis 28.11.2010 

 

die kritik

ecologik magazin

Der lotto-turm verliert nichts an seiner medialen Aufmerksamkeit. Er erscheint auf dem Titelbild des französischen Architektur Magazins EcologiK im April 2010 (Ausgabe 14).

 

 

Die Kritik

Mark - Another Architecture

Der Lotto-Turm erscheint in der aktuellen Mark Ausgabe im Notice Board (Mark, June/July 2009,  S.12)

 

Die Kritik

Mia Seeger Preis 2009

Der Lotto-Turm nimmt am
Mia Seeger Design Preis teil.

 

Die Kritik

Stuttgarter Zeitung

Der lotto-turm im Kulturteil
der Stuttgarter Zeitung.
Ein Text von Ula Hanselmann
vom 20.02.2009.  (link)

 

Die Kritik

Bauwelt 4.09

"Es kommt selten vor, dass sich jemand geradewegs um Veröffentlichung auf der letzten Seite bemüht. Der frisch diplomierte Architekt Lars Behrendt hat es gewagt, et voilà, hier ist er, der „lotto-turm“: Er quillt aus Stuttgarts bekanntestem  Unort hervor, dem tiefer gelegten Rund des Österreichischen Platzes. Von leichter Hand sind 55 Container gestapelt, garniert mit Blumenwiesen und Liebesdienerinnen. „Wie sie mir gefällt“ steht da in altdeutschen Lettern weithin zu lesen. Ein Projekt sinnlich und verwirrend wie Stuttgart selbst." (23.01.2009)

 

die Kritik

Diplompreis 2008

Das Projekt wurde beim Diplompreis 2008 mit einer lobende Erwähnung ausgezeichnet.

 

Auszug aus dem Urteil der Jury:

„...Der Verfasser entwickelt in einem Buch seine Sonderposition. Als eine Art Exemplifizierung entwirft er diesen Bau, eher ein prozessuales und poetisches Konzept, an einem Unort der Stadt Stuttgart Atmos-
phären, Events, Stimmungen und Attraktionen zu inszenieren. Dabei gerät ihm – gewollt - in einem fast dionysischen Akt der Verschwendung und des anarchischen Überbordens zu einer Kritik der Rationalität und Biederen Gediegenheit der Stadt. Themen der Vermarktung, des Brandings und der ökonomischen Betrachtung von Stadt werden ironisch gebrochen und spielerisch unterlaufen und demonstrativ mit lustvollen  Aktivitäten konterkariert....“

 

die Kritik

Un coup de des...

Ein Kommentar von M. Neumann, normail design, new york.

 

Wer mit offenen Augen durch die Welt geht, dem begegnet bisweilen Erstaunliches; und je wacher die Sinne, desto bemerkenswerter die Begebenheiten.

Die entwurfstheoretischen Grundlagen, die hier im Vorlauf und als Teil des Entwurfes in Zeitungs-
format widergegeben werden, sind wert einiger Bemerkungen. Sie sind "merkwürdig" im eigentlichsten Sinne des Wortes. Der Entwurf beschäftigt sich mit einem Hochhaus, ein besseres Wort will mir nicht in den Sinn kommen für den zwülf geschossigen Containerturm, am Östereichischen Platz in Stuttgart. Wer immer den Ort kennt, wird zustimmen, dass die Bezeichnung "Platz" für diesen Ort allenfalls als Erinnerung an ein vergangenes Jahrhundert gewertet werden kann, die eigentliche Adresse sollte heißen: "Östereichische Strassenkreuzung" oder alternativ: " Austrian Round-
about".

Dieser Nicht-Ort, der aber gleichsam eine sehr spezifische Eigenschaft verkörpert, in dem er qua associatio die innerstädtische Realität vieler uns bekannter und lieb gewordener Städte widerspiegelt, findet erstaunlicherweise fast keine Erwähnung in der Formulierung des Entwurfes. Dies könnte das viel zitierte dictum von Koolhaas "fuck the site" als Grundlage evozieren, aber gleichsam erstaunlich wird zu bemerken sein, dass auch die Abstinenz des Ortsbezuges nicht weiter thematisiert wird. Sie wird als selbstverständlich und ohne selbstinszenierende Pose hin-
genommen, für einen Ort der sich ausserhalb eines "bodenständigen" Zusammenhangs im Heideggerschen Sinne findet. Was statt dessen als entwurfsbestimmendes Element im entorteten Raum ins Spiel gebracht wird, ist der Facettenreichtum persönlicher und interpersönlicher Erfahrung – der spielerische Umgang mit dem Surrealen und den Phänomenen einer vielschichtigen Inkoherenz, die als Chance verstanden wird. Dieser Bruch in der Beschäftigung mit persönlicher Erfahrung statt "objektiver" Ortszusammenhänge im architektonischen Vorgehen hat sicher Vorläufer und es würde nicht schwer fallen, ideologische Verbindungen herzustellen, die von der Gläsernen Kette über die Situationisten bis hin zu Nigel Coates und Cedric Price reichen könnten. Allerdings würde auch eine solche architekturakademische Kategorisierung und Einordnung am Kern dieses Projektes vorbeigehen. Was zu beachten bleibt, ist die persönliche Involviertheit des Entwerfers und das architektonische Potential, das sich durch ein waches Lebensgefühl realisieren und materialisieren läßt. Und dass diese Vorgehensweise nicht im Solipsitischen enden muß zeigen die folgenden Seiten.

Sollte ich je aus New York zurück in meine schwäbische Heimat ziehen: ich würde mich glücklich schätzen, im 7ten Geschoss am Östereichischen "Platz" von der Schaukel aus dem Autoverkehr zu frohlocken...

Matthias Neumann, Brooklyn, New York, 2008.

 

 

Deutsch English